Das Jahrbuch 2009 der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung weist für das Berichtsjahr 2008 aus, dass etwa 30 % der Zahnarztpraxisinhaber ein Einkommen (vor Steuern) unter 75.000,- Euro haben. Von diesem Betrag sind noch Einkommensteuern, Versorgungswerk- und Krankenkassenbeiträge, private Miete, Lebenshaltung, die Ausbildung der Kinder, Unterhaltszahlungen und evt. Schuldendienste zu begleichen. Unter dem Strich wird für viele der Betroffenen nur ein Minus herauskommen. Ein mögliches Szenario: Die Anzahl der Gläubiger steigt schnell an, das Liquiditätsmanagement wird immer unübersichtlicher, die persönliche Belastung steigt, der Praxisbetrieb leidet und die Zahlungsunfähigkeit droht.
Was tun bei drohender Zahlungsunfähigkeit?
- Frühzeitig einen erfahrenen Berater mit Branchenerfahrung konsultieren!
- Ein zukunftsfähiges Praxiskonzept etablieren!
- Lösungen für aufgelaufene Schulden finden!
Beratungsunternehmen, die sowohl Erfahrung im Praxismanagement als auch in der Sanierung haben, sind rar.
Eine Empfehlung ist das Beraternetzwerk von Dentsolvent. Die Beratungsspezialisten des Netzwerkes Dentsolvent bieten an ihrem Standort in Münster und in ihren Büroräumen in Berlin eine umfassende Beratung für Zahnarztpraxen im zugespitzten Krisenstadium an. Dentsolvent verfolgt die Philosophie, eine Insolvenz für die Zahnarztpraxis nach Möglichkeit zu vermeiden. Informationen über Dentsolvent finden Sie unter diesem Link.

Die persönliche Belastung steigt in finanziellen Krisensituationen stark an
Es gibt trotz Finanzkrise definitiv keine Kreditklemme für kleine und mittlere Unternehmen!
In die Größenklasse der kleinen und mittleren Unternehmen sind Dentallabore und auch Arztpraxen und Zahnarztpraxen einzuordnen. Ansprechpartner für Kredite sind eher die Volksbanken (die Apotheker- und Ärztebank gehört ebenfalls zu dem Verbund der Genossenschaftsbanken) und Sparkassen als die Großbanken. Wichtig für eine erfolgreiche Finanzierungsverhandlung sind ein klares Konzept und eine gute Kommunikation mit dem Bankpartner.

Finanzierung sichern
Der nachfolgende Ratgeber hilft Ihnen die Sprache der Banken zu verstehen und zeigt Ihnen auf, wie Sie langfristig mit einem professionellen Finanzmanagement den Erfolg Ihrer Arztpraxis, Zahnarztpraxis oder Ihres Dentallabores sichern. Die Ausführungen sind aus der Perspektive eines bilanzierenden Unternehmens formuliert. Für Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Praxisgemeinschaften oder Gemeinschaftspraxen können die Empfehlungen jedoch analog angewendet werden.
Finanzierungsregeln
Mit der frühzeitigen Planung der Unternehmensnachfolge im Dentallabor können Vermögenswerte und Arbeitsplätze gesichert werden.
Folgende Gründe sprechen für eine frühzeitige Planung:
- Für Elementarrisiken (z. B. Unfall, Tod) sollte vorgesorgt werden,
- die Suche nach einem geeigneten Nachfolger benötigt Zeit,
- nach BASEL II ist die Klärung der Unternehmensnachfolge Bestandteil des Ratings für Unternehmenskredite und
- die steuerliche Planung benötigt wegen steuerlicher Fristen einen ausreichenden Vorlauf.
Die KfW-Mittelstandsbank schätzt, dass etwa ein Viertel der Unternehmen keinen Erfolg bei der Nachfolgeregelung haben. Folgende Ursachen führen in der Praxis häufig zu Problemen bei der Unternehmensnachfolge:
- zu späte oder unzureichende Planung,
- falsche Vorstellungen über den Unternehmenswert,
- Finanzierungsprobleme,
- steuerliche Fehleinschätzungen,
- falsche Beurteilung rechtlicher Fragen oder
- die Unterschätzung psychologischer Faktoren.
Im folgenden PDF-Download finden Sie 15 wichtige Regeln für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge:
PDF-Download Unternehmensnachfolge
Hinweis: In der Juni-Ausgabe der Zahntechniker-Zeitung erscheint ein ausführlicher Bericht zum Thema Unternehmensnachfolge!
Ratifizierung, Zeitbedarf und moral hazard
Schon wurde ernsthaft diskutiert einen EWF zu gründen und diesen mit Gold der Mitgliedsstaaten zu unterlegen. Da kann einem angst und bange werden: Griechenland hat ca. 100 Tonnen Gold, die deutsche Bundesbank verfügt über ca. 3.500 Tonnen Goldreserven. Klar ist, wer da das wirtschaftliche Risiko zu tragen hätte.

Bananenrepublik
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Ergebnis einer Studie der Stiftung Gesundheit
- Über zwei Drittel der befragten Ärzte schätzen Werbemaßnahmen als wichtiges Element der Praxisführung.
- Es besteht eine Korrelation zwischen Praxisumsatz und Höhe des Marketingbudgets: Praxen mit höherem Werbebudget (in der Studie mehr als 2.500,- Euro p. a.) erzielen höhere Erträge.
Die Studie ist bereits aus dem Jahr 2006. Heute wird sich die Korrelation voraussichtlich wegen des gestiegenen Wettbewerbs noch stärker ausprägen. Weitere Inhalte der interessanten Studie sind die Praxisumsätze nach Fachgruppen, die Einkommensverteilung, die Arbeitszeiten und die Arbeitszufriedenheit.
Die Studie ist zu finden unter http://www.stiftung-gesundheit.de/forschung/studien.htm.
Thesen (!) für Szenarien in der Finanzkrise
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass nachfolgende Ausführungen Thesen sind. Prognosen können in der aktuellen Situation nur sehr vage sein.
Alle Bestrebungen innerhalb der EU werden auf die Lösung der Finanzkrise Griechenlands hinauslaufen. Mit Mitteln aus der EU würde jedoch ein Tabu gebrochen und der Maastricht-Vertrag verletzt. Ein schlechtes Signal für die nächsten Kandidaten mit massiven Problemen (Italien, Spanien, England, Irland). Eine Lösung könnte die IWF-Hilfe (Internationaler Währungsfonds) sein. » ganzen Beitrag anzeigen
“Der Pfad der Tugend folgt den Zahlungsströmen”
Dieser Leitsatz beschreibt anschaulich, welche hohe Bedeutung die Planung und Kontrolle der betriebswirtschaftlichen Zahlen hat: Die Liquidität zeigt das Erfolg des wirtschaftlichen Handelns direkt und unverfälscht. In dieser Rubrik meines Weblogs erhalten Sie Tipps, Warnungen und interessante Links rund um das Thema der betriebswirtschaftlichen Planung.
Planung und Berechnung wird in einer komplizierter und technisierter werdenden Welt wichtiger denn je. Besonders Zahnarztpraxen und Dentallabore stehen durch die Digitalisierung vor einem enormen Wandlungsprozess.

Finanzplanung schafft Sicherheit