22 Feb 2018

Braucht eine Zahnarztpraxis ab dem 25. Mai 2018 einen Datenschutzbeauftragten?

Als ganz kurze Antwort zur ersten Orientierung ohne viel Erläuterungen und Gesetzestexte:

Es gibt zwei Regeln, die nacheinander gelten

1. Nach der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung gilt, dass eine Zahnarztpraxis einen Datenschutzbeauftragten benennen muss, wenn mehr als ein einzelner Zahnarzt tätig ist, also z. B. eine Berufsausübungsgemeinschaft mit zwei Zahnärzten und 6 Mitarbeiterinnen muss einen Datenschutzbeauftragten benennen.

und dann gibt es im Bundesdatenschutzgesetz (neu) noch eine zweite Regelung, die ergänzend gilt:

2. Eine Zahnarzt muss dann einen Datenschutzbeauftragten benennen, wenn 10 oder mehr Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung von personenbezogenen Daten beschäftigt sind (also in der Regel das gesamte Praxisteam ohne Reinigungspersonal). Also z. B. eine Zahnarztpraxis mit einem Zahnarzt als Inhaber und 9 Mitarbeiterinnen als Assistenz, in der Prophylaxe und im Praxismangement.

Der Datenschutzbeauftragte kann intern bestellt werden aus dem Kreis der Mitarbeiter oder es kann ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt werden.

Achtung: Auch wenn eine Zahnarztpraxis keinen Datenschutzbeauftragten bestellen muss, muss Sie dennoch ein Datenschutzmanagement nachweisen.

 

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