Diese spannende Frage bewegt derzeit sowohl die Fachleute in vielen Kammern und Verbänden, als auch die Verantwortlichen in der Zahnarztpraxis und im Dentallabor. Ich gehe davon aus, dass in den nächsten 2 Wochen hierzu Klarheit hergestellt werden kann. In der Diskussion geht es darum ob von der rechtlichen Konstruktion für die Übermittlung der Patientendaten in das Dentallabor eine „Auftragsverarbeitung“ vorliegt oder ob es sich um eine „Übermittlung zur Erfüllung des Behandlungsvertrags unter Befreiung des Zahnarztes von der Schweigepflicht durch Einwilligung des Patienten“ handelt. Für beide Varianten sind praktische Lösungen notwendig, die sich im Detail unterscheiden.  Meine Empfehlung: Es lohnt sich noch ein paar Tage zu warten, auch wenn schon bald der 25. Mai 2018 ist und die DSGVO anzuwenden ist. Im Hintergrund sind für Sie einige fachkundige Personen mit viele Engagement an der Klärung dieser Frage beschäftigt. Es ist eine Lösung in Sicht, die dann zu einer möglichst bundeseinheitlichen Vorgehensweise führen sollte.

Zu der Fragestellung „Auftragsverarbeitung“ oder „Übermittlung zur Erfüllung des Behandlungsvertrags unter Befreiung des Zahnarztes von der Schweigepflicht durch Einwilligung des Patienten“ habe ich vor einigen Wochen eine ausführliche Analyse geschrieben, die Interessierte per E-Mail bei mir anfordern können: info@hebinck-unternehmensberater.de

Eine Nachfrage bei der bayerischen Aufsichtsbehörde gab Klarheit. In einem Dentallabor muss erst ab 10 Personen, die ständig mit der Verarbeitung von personenbezogen Daten befasst sind, ein  Datenschutzbeauftragter benannt werden.

Das in einer weit verbreiteten Publikation verwendete Beispiel des Hörgeräteakustikers mit 2 Mitarbeitern wurde korrigiert.

26 Apr 2018

Bundeszahnärztekammer kündigt neuen Datenschutzleitfaden an

Die Bundeszahnärztekammer und die KZBV werden lt.  Presseveröffentlichungen ab Ende April einen „Datenschutz- und Datensicherheitsleitfaden für die Zahnarztpraxis-EDV“ neu auflegen. Es darf gespannt geschaut werden, was der Leitfaden bringt für die praktische Lösung von Datenschutzfragen in der Zahnarztpraxis.

29 Mrz 2018

Am 31. März ist der World Backup Day

Nur noch zwei Tage, dann ist es soweit: Am 31. März ist der World Backup Day.

Was ist ein Backup? Warum sollten Sie ein Backup für alle Daten auf  Rechner, Tablets, Digitalkameras oder Handys Ihrer Zahnarztpraxis oder für Ihr Dentallabor haben? Natürlich gilt das auch für Ihre privaten Daten.

Darauf finden Sie Antworten und die Aufforderung das Backup auch zu erledigen in diesem witzigen und motivierenden Beitrag:

http://www.worldbackupday.com/de/

Besonders witzig ist der feierliche Eid zum „World Backup Day“:

“Ich schwöre feierlich, am 31. März ein Backup meiner wichtigen Dokumente und wertvollen Erinnerungen zu machen.”

Sehr gut geschriebener Beitrag auf den Seiten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in der Rubrik „für Bürger“. Das ist aber genauso top zu lesen für Freiberufler, Heilberufler also für Arzt und Zahnarztpraxis oder das kleine und mittlere Unternehmen wie beispielsweise ein Dentallabor.

https://www.bsi-fuer-buerger.de/BSIFB/DE/Service/Aktuell/Informationen/Artikel/Digitaler_Fruehjahrsputz.html

Mit einem Frühjahrsputz auf dem PC oder Laptop bringen Sie den Datenschutz in Ihrer Zahnarztpraxis oder Ihrem Dentallabor voran.

04 Mrz 2018

Es gibt ein Merkblatt der Bundeszahnärztekammer zur EU-DSGVO

Es gibt ein Merkblatt der Bundeszahnärztekammer zur Information für die Zahnarztpraxis zur Vorbereitung auf die neue EU-Datenschutzgrundverordnung. Das Datenschutz-Merkblatt können Sie auf den Datenschutz-Merkblatt der Bundeszahnärztekammer BZÄK downloaden.

Der Titel „Das neue Datenschutzrecht“ verspricht viel. Es sind aber nur 5 Seiten Inhalt mit eher allgemeinen und knappen Informationen. Zur Vorbereitung einer Zahnarztpraxis auf die Anwendung der EU-Datenschutzgrundverordnung reicht das nicht aus und Sie sollten einen Datenschutzbeauftragten ansprechen und/oder sich für eine Fortbildung zum neuen Datenschutzrecht  anmelden. Sowohl für Sie als behandelnde Zahnärztin oder Zahnarzt, als auch für das Praxisteam ändert sich einiges und Sie sollten sich aktuelles Datenschutzwissen aneignen und die Praxisorganisation und die Internetseiten im Hinblick auf das neue Datenschutzrecht prüfen.

22 Feb 2018

Braucht eine Zahnarztpraxis ab dem 25. Mai 2018 einen Datenschutzbeauftragten?

Als ganz kurze Antwort zur ersten Orientierung ohne viel Erläuterungen und Gesetzestexte:

Es gibt zwei Regeln, die nacheinander gelten

1. Nach der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung gilt, dass eine Zahnarztpraxis einen Datenschutzbeauftragten benennen muss, wenn mehr als ein einzelner Zahnarzt tätig ist, also z. B. eine Berufsausübungsgemeinschaft mit zwei Zahnärzten und 6 Mitarbeiterinnen muss einen Datenschutzbeauftragten benennen.

und dann gibt es im Bundesdatenschutzgesetz (neu) noch eine zweite Regelung, die ergänzend gilt:

2. Eine Zahnarzt muss dann einen Datenschutzbeauftragten benennen, wenn 10 oder mehr Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung von personenbezogenen Daten beschäftigt sind (also in der Regel das gesamte Praxisteam ohne Reinigungspersonal). Also z. B. eine Zahnarztpraxis mit einem Zahnarzt als Inhaber und 9 Mitarbeiterinnen als Assistenz, in der Prophylaxe und im Praxismangement.

Der Datenschutzbeauftragte kann intern bestellt werden aus dem Kreis der Mitarbeiter oder es kann ein externer Datenschutzbeauftragter bestellt werden.

Achtung: Auch wenn eine Zahnarztpraxis keinen Datenschutzbeauftragten bestellen muss, muss Sie dennoch ein Datenschutzmanagement nachweisen.

 

18 Feb 2018

Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung

Noch 96 Tage bis die neue Datenschutz-Grundverordnung in Kraft tritt. In meinem Blog schreibe zukünftig regelmäßig zum Thema Datenschutz in der Zahnarztpraxis, im Dentallabor oder in der Arztpraxis.